HERDA

Die Hauterkrankung HERDA (Hereditary Equine Regional Dermal Asthenia = Erblich Regional Begrenzte Hautschwäche) wurde erstmals 1978 bei Quarter Horses beobachtet.

Verbreitung
Es gibt Anzeichen dafür, dass der Gendefekt auf POCO BUENO zurück geht. Nena Winand, Forscherin auf der Cornell Unversität untersuchte ca. 4000 Pferde, bei denen die HERDA Quote bei 18 Prozent lag. Der Defekt breitet sich in den USA sehr rasch auch unter den Halter und Pleasure Horse Züchtern aus. Hier wurden bisher nur sehr wenige Pferde auf HEDA getestet.

Symptome
HERDA führt bei Doppel-Genträgern zu einer extrem empfindlichen und damit auch leicht verletzbaren Haut, meist entlang der Rückenlinie betroffener Pferde. Ein Ausbruch der Krankheit lässt sich nicht oder nur sehr selten beim Fohlen voraussagen. Erste, massive Krankheitsanzeichen treten manchmal erst auf, wenn die Pferde eingeritten werden. Eine Heilung gibt es nicht, betroffene Pferde sind unbrauchbar für den Reiteinsatz und müssen, wie die Universität Kalifornien berichtet, meist auch getötet werden.

Vererbung
Die Erkrankung ist rezessiv, das heißt Einzelgenträger für HERDA sind vollständig gesund. Das Auftreten kranker Doppelgenträger lässt sich nur verhindern, wenn Einzelgenträger für HERDA nicht miteinander verpaart werden. In diesem Fall sind die Fohlen zu 25% krank, zu 25% gesund und zu 50% wieder symptomlose Träger.

Für die Zucht heißt das:
Die Verpaarung eines einfachen HERDA-Trägers mit einem Nichtträger ist völlig problemlos! Das Fohlen ist immer gesund. Um zu wissen ob es sich um Träger/Nichtträger handelt, ist ein Gen-Test jedoch unerlässlich.

Empfehlung
Verantwortungsvolle Quarter- und Paint-Züchter sollten ihre Stuten und Hengste testen lassen, um die weitere Verbreitung von HERDA einzudämmen!

Quelle: www.dqha.de
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